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Release-Datum: 13.02.26
Label: BMG
Format: Album
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Die Liebe war – neben einer Portion Selbstreflektion – immer zentrales Thema von Nick Murphys Veröffentlichungen als Chet Faker. Und da er ein großes Herz hat, gibt es diese Liebe auf seinem dritten Faker-Album auch für Fremde. Dafür – also zu versuchen, unbekannte Leute zu lieben – wollte sich der Australier, geprägt von der Pandemie und dem Tod seines Vaters, bewusst entscheiden – „figure out how to develop a sense of immediacy, connection, and trust with people that you don’t know that well“, wie er sagt.
Musikalisch gießt er seine Songs in ein Amalgam aus Soul, Elektro-Pop und Yacht-Rock, das er unterschiedlich ausdefiniert. Mit ultra-smoothen Beats geleitet er im Opener „Over You“ in das Album hinein, mit der im Falsett vorgetragenen Selbstvergewisserungsformel „I was getting over you“. Ähnlich geht es im Piano-Stück „Far Side Of The Moon“ zu, wobei er hier noch mehr Wert auf rhythmische Begleitung legt.
„This Time For Real“ ist in seiner soulig-funky Gospel-Schmissigkeit prototypisch Faker, bevor „Can You Swim?“ als Pianoballade glänzt, deren spaciges Intro kurz in die Irre führt. „Inefficient Love“ greift da Balladenmotiv mit Gitarre auf, beim abschließenden „Just My Hallelujah“ sieht man den Mann aus Melbourne an einem Klavier in einer dunklen Kirche sitzen, umgeben von hunderten Kerzen, wo er eine verschwindende Liebe beschwört.
Chet Faker gefällt als nachdenklicher, gefühlsmäßig austarierter Soul-Crooner, der aber stets zum Liebemachen bereit zu sein scheint.
Tracklisting
- Over You
- 1000 Ways
- Far Side Of The Moon
- This Time For Real
- Can You Swim?
- Remember Me
- Inefficient Love
- Angels Dolphins 1:11
- The Thing About Nothing (feat. aLex vs aLex)
- OH NO OH NO
- A Level Of Light
- Just My Hallelujah
