Various Artists – Help(2)

In Reviews von Eric

1995 taten sich einige der bekanntesten Vertreter*innen der britischen Musikszene (u.a. Paul McCartney, Oasis, Blur, Paul Weller, Radiohead, Sinéad O’Connor) für die Charity-Compilation „Help“ zusammen, um mit den Verkaufserlösen für die Organisation War Child Kindern in Kriegsgebieten zu helfen. Gut 30 Jahre später ist die globale Lage mit Krisen und Kriegen allerorten immer noch bestürzend. Höchste Zeit also für eine Neuauflage.

Die Tracklist liest sich (wieder) wie ein Who’s Who der UK-Musiklandschaft. Eröffnet wird direkt mit einem Kracher, nämlich mit dem ersten neuen Song der Arctic Monkeys seit 2022. Mit einem knarzigen Beat und einer düsteren Gitarre beginnen Alex Turner und Co., um dann in einem erinnerungswürdigen Refrain zu münden, der ihre Alben „AM“ und „The Car“ zusammenführt.

Man könnte sich lange über die insgesamt 23 Stücke auslassen, die größtenteils während einer Aufnahmewoche im November 2025 in den Abbey Road Studios entstanden sind. Das Niveau der Original-Songs und Cover-Versionen ist durchgehend hoch, deshalb hier noch ein paar Highlights hervorgehoben: Olivia Rodrigo gelingt mit „The Book Of Love“ eine großartige Interpretation der Magnetic Fields; Ezra Collective & Greentea Peng fangen perfekt den Spirit von South London ein; „Nothing I Could Hide“ zeigt Arlo Parks einmal mehr als mindful balladeer; Fontaines D.C. schlagen mit „Black Boys On Mopeds“ die Brücke zum ersten „Help“-Sampler, wo es von Sinéad O’Connor performt wurde; so aufgekratzt wie bei „Begging For Change“ hat man Pulp noch nie erlebt; und mit „Don’t Fight The Young“ liefern Young Fathers in Dringlichkeit und Botschaft die Essenz von „Help(2)“.

Die Compilation bringt ganz unterschiedliche Künstler*innen, Generationen und Genres zusammen, die sich für den guten Zweck in Hochform zeigen.

Tracklisting

  1. Arctic Monkeys – Opening Night
  2. Damon Albarn, Grian Chatten & Kae Tempest – Flags
  3. Black Country, New Road – Strangers
  4. The Last Dinner Party – Let’s Do It Again!
  5. Beth Gibbons – Sunday Morning
  6. Arooj Aftab & Beck – Lilac Wine
  7. King Krule – The 343 Loop
  8. Depeche Mode – Universal Soldier
  9. Ezra Collective & Greentea Peng – Helicopters
  10. Arlo Parks – Nothing I Could Hide
  11. English Teacher & Graham Coxon – Parasite
  12. Beabadoobee – Say Yes
  13. Big Thief – Relive, Redie
  14. Fontaines D.C. – Black Boys On Mopeds
  15. Cameron Winter – Warning
  16. Young Fathers – Don’t Fight The Young
  17. Pulp – Begging For Change
  18. Sampha – Naboo
  19. Wet Leg – Obvious
  20. Foals – When The War Is Finally Done
  21. Bat For Lashes – Carried My Girl
  22. Anna Calvi, Ellie Rowsell, Nilüfer Yanya & Dove Ellis – Sunday Light
  23. Olivia Rodrigo – The Book Of Love