Run River North – Drinking From A Salt Pond

In Reviews von Eric

Nachdem sich das koreanisch-amerikanische Sextett Run River North auf seinem Debüt noch dem eingängigen Folk à la Mumford & Sons verschrieben hatte, erweitert es auf dem Nachfolger „Drinking From A Salt Pond“ sein Soundspektrum in Richtung Rock und sogar Wave. Große Gesten werden auch nicht gescheut, Song ist für die Band aus Los Angeles meist nur ein Synonym für Hymne. So definiert „29“ der himmelwärts strebenden Folk von Of Monsters And Men rockiger aus, „Run Or Hide“ erinnert an die treibende Melancholie der Cold War Kids, „Pretender“ und „Anthony“ vereinen The Libertines und Talking Heads auf schlüssige Weise. Sänger Alex Hwang beherrscht dazu die Spielarten vom sanften Crooner bis zum heiseren Rocker ausgezeichnet. Eine Stimme, der man gerne zuhört.

Die Änderung ihres Sounds ging nicht ohne Geburtsschmerzen vonstatten, gibt die Band zu. Kurzzeitig drohte sie sogar auseinanderzubrechen. Diese schwierige Genese hört man dem Album trotz des vorherrschenden Schönklangs insofern an, dass Run River Norths Findungsprozess offenbar noch nicht abgeschlossen ist. „Drinking From A Salt Pond“ ist eine erste Verortung, kein definitives Statement. Schön, wenn man Künstlern noch beim Suchen und Wachsen zuhören kann.

Tracklisting

  1. Intro (Funeral) Parade
  2. 29
  3.  Run Or Hide
  4. Can´t Come Down
  5.  Elam
  6. Ghost
  7. Pretender
  8. Anthony
  9. David Robinson
  10. Winter Wind

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