Robots Of The 80s – Logic Drama

In Reviews von Martina

Der Bandname trägt kein Geheimnis und verrät gleich, was es mit „Logic Drama“ auf sich hat. Die Symbiose zwischen Mensch und Roboter ist nicht neu und schwirrt seit fünf Jahrzehnten, ohne an Glanz zu verlieren, durch das Universum. Der Klang des 80er-Synthie-Sounds mit computeranimierter Stimme ebenso. Bei Robots Of The 80s findet man beides. Die Band, die aus dem kreativen Kopf Heiko Wersing und dem Bassisten David Luttrop besteht, macht maschinenbetriebene Tanzmusik mit dem Wechsel aus Computer- und teils femininen, organischen Stimmen.

Dieses Gemisch eröffnet mit „Elevate“ die synthetische Welt von „Logic Drama“. Nun bekommt die unverwüstliche alte Dame Elektropop noch die neue Generation künstliche Intelligenz dazu, die mit „Klara“ aktiviert wird. Schwebende Sounds begleitenden nachdenklich den emotionalen Gesang von Sylvia Wersing zur Geschichte des AI-Mädchens aus dem Roman „Klara und die Sonne von Kazuo Ishiguro”.

In „Digital Feelings“ bekommt der emotionale Roboter den positiven Glanz der Elektronik zu spüren, der mit einem stampfenden Rhythmus verschwimmt. Kein Stillstand, die Maschinenmusik flimmert und flirrt stets strebsam im Takt zu breiten Synthieflächen und fordert zum Tanzen auf. Der dumpfe Herzschlag von „Hymn For Our Time“ vermischt sich unverzüglich mit poppigen Klängen. Egal ob Maschinen Menschen sein wollen, Verbundenheit spüren, oder die digitale Einsamkeit für Kummer sorgt, alles wird in optimistische Melodien verpackt. „Logic Drama“ ist ein Stück Zukunft mit viel klanglicher Vergangenheit.

Tracklisting

  1. Elevate
  2. Klara
  3. We Are One
  4. Last Word
  5. Digital Feelings
  6. Hymn For Our Time
  7. Code
  8. The Workshop