Martin Tetzlaff – Hideaway

In Reviews von Eric

Berlins sympathischster Singer-Songwriter Martin Tetzlaff veröffentlicht zehn Jahre nach seiner letzten LP endlich sein neues, drittes Album „Hideaway“. „Zehn Songs über die Wirren der Zwischenmenschlichkeit, der Sehnsucht nach Liebe und Ferne und der permanenten Suche nach einem inneren Zufluchtsort“, wie der Neuköllner erklärt. Das Fernweh wird nicht nur vom Swimmingpool-Foto des Covers gut eingefangen, sondern auch in den Stücken hörbar, von Südkorea bis Tschechien (siehe erster und letzter Track).

Wie bei einer Reise, bei der man verschiedenste Eindrücke sammelt und in sich aufnimmt, ist „Hideaway“ das Produkt eines seit über 20 Jahren aktiven Musikers, der verschiedenste Einflüsse mitgenommen hat und diese in seinem Werk kanalisiert. Mit sanfter, warmer Stimme geleitet er von elektronischem Indie-Pop („Like The Berries In The Fields“) über theatralische Klavierballaden („Achterbahn“) und NDW/Eurodance („Shipwrecked (Call For Me)“) zu folkigen Miniaturen („Saw“) und verlangsamten Post-Punk („Undergrowth“).

Martin Tetzlaff ist ein im besten Sinne unabhängiger Künstler, der einfach macht, worauf er Bock hat – ein Lichtblick zwischen komplett durchgeplanten Coroporate Acts.

Tracklisting

  1. South Korean Atari Girl
  2. Golden Cage
  3. Like The Berries In The Fields
  4. Achterbahn
  5. Shipwrecked (Call For Me)
  6. November
  7. Days In Slow Motion
  8. The Saw
  9. Undergrowth
  10. Czech Winter Fairy Tale