Mallrat – Butterfly Blue

In Reviews von Wolf

Was vor Jahren als improvisiertes Rap-Projekt mit vorgefertigten Beats begann, hat eine Entwicklung genommen, die wohl niemand vorhergesehen hätte. Nach drei EPs, hunderter Millionen Streams und einem Umzug von Brisbane nach L.A. bringt Grace Shaw alias Mallrat nun ihren ersten Langspieler raus.

Statt fertige Vorlagen aus dem Internet als Grundlage für ihre Songs zu nehmen, schreibt und spielt sie die Stücke inzwischen natürlich selbst und lässt nicht mehr nur die Beats knacken, sondern gibt sich häufig träumerisch sphärisch und flockig rockig. „Engelschöre und Monstertrucks“, wie sie selbst die zwei Hauptkategorien beschreibt, in die man ihre Songs stecken könnte.

Ihre einfachen Texte behandeln Themen, die dem klassischen Mall-besuchendem Jugendlichen entsprechen. Kein Wunder, denn zum schreiben eigener Songs hat sie ursprünglich der Soundtrack von „O.C., California“ ermuntert. Dadurch wirken die Stücke teilweise etwas naiv, mädchenhaft und nicht weit entfernt vom Teenie-Pop. An anderen Stellen sind sie aber auch tough, bestimmend und haben immer die richtige Portion Kredibilität.

Damit kommt sie ihrem Ziel, Songs zu schreiben die „interessant, schön, unprätentiös und zeitlos“ sind, schon sehr nahe.

Tracklisting

  1. Wish On An Eyelash
  2. To You
  3. Surprise Me (feat. Azealia Banks)
  4. Your Love
  5. Heart Guitar
  6. Teeth
  7. Rockstar
  8. I’m Not My Body, It’s Mine
  9. Obsessed
  10. Arm’s Length
  11. Butterfly Blue