Maggie Rogers – Don’t Forget Me

In Reviews von Eric

„I wanted to make an album that sounded like a Sunday afternoon“‚ erklärt Maggie Rogers die Entstehungsgeschichte ihres neuen, dritten Albums. Dieses ist ein weiterer Entwicklungsschritt für die US-Amerikanerin, die sich von ihrem ersten, harmlosen Pophit „Alaska“ zu einer ernstzunehmenden Songschreiberin gemausert hat.

Es ist auch nur ein bisschen übertrieben, in „Don’t Forget Me“ die weibliche, zeitgemäße Version einer Tom-Petty-Platte zu sehen: Ruhelosigkeit und Sehnsucht nach dem „Great Wide Open“, gebettet in leicht zu hörende, aber schwer zu schreibende Melodien. Dass die meisten Tracks aus First-Take-Aufnahmen bestehen, verstärkt den larmoyanten On-the-Road-Charakter der Songs und beweist die inzwischen vorhandene Selbstsicherheit Rogers‘ in die eigenen Songwriting-Fähigkeiten.

Der Opener „It Was Coming All Along“ hat dabei viele Zutaten, die auch die folgenden Stücke ausmachen: Americana-Gitarren, vorsichtig dosierte Synthesizer, einen eingängigen Schlagzeug-Beat, ein paar Streicher-Tupfer und natürlich Rogers‘ großartigen Gesang, sanft und kraftvoll zugleich. Bei „So Sick Of Dreaming“ möchte man direkt ins Auto steigen und eine sonnige Küstenstraße entlang cruisen. Die Klavierballade „I Still Do“ schrammt leicht am Kitsch entlang, wird aber vom lässigen „On & On & On“ direkt aufgefangen. Und bei „Never Going Home“ schaltet sie in vollen Tom-Petty-Modus.

„I wanted to make an album to belt at full volume alone in your car, a trusted friend who could ride shotgun and be there when you needed her“, sagt Maggie Rogers. Wir holen schon mal den Wagen.

Tracklisting

  1. It Was Coming All Along
  2. Drunk
  3. So Sick Of Dreaming
  4. The Kill
  5. If Now Was Then
  6. I Still Do
  7. On & On & On
  8. Never Going Home
  9. All The Same
  10. Don’t Forget Me