Kylie – Tension

In Reviews von Wolf

Nach der letzten, dem Disco-Genre verschriebenen Platte macht Kylie Minogue nun den folgerichtigen nächsten Schritt und geht weiter Richtung housig angehauchter, clubkompatibler Tanznummern.

Nach der ersten Single vom neuen Album war allerdings erstmal Schlimmes zu erwarten, klang sie zunächst doch zu sehr nach Rummelbums. Die zweite machte da schon einen besseren Eindruck, konnte mit leichtem Augenzwinkern -kern -kern punkten, schaffte es aber trotzdem nicht ganz, die Angst zu nehmen, dass es sich bei dem Album um eine Sammlung halbgarer „Fick Mich“-Songs handeln würde.

Hört man die Platte jedoch als Gesamtwerk, bietet sich ein ganz anderes Bild. Spätestens der zweite Titel lässt einen frohlockend jauchzen und rhythmisch schwingen aufgrund der fein gestalteten Pop-Perlen. Mit kleinen Akzenten, Geflöte, Geträller und 80er-Softporno-Einlagen an genau den passenden Stellen gesetzt, gelingt es Biff Stannard und Duck Blackwell mal wieder, das Beste aus Kylie herauszuholen. So findet man schließlich ein Album voller Power-Nummern, auf dem selbst der anfangs trantütigst erscheinende Song noch eine Drehung hinlegt. Ein Album, das man einfach bis zum Ende durchhören muss und gleich wieder von vorne anfangen will. Wenn man nicht erstmal erschöpft eine Pause braucht.

Die letzten drei Titel sind vielleicht etwas zu gewollt auf massentaugliche Tanzbarkeit getrimmt, wobei bei „Story“ große Musical-, und bei Oliver Heldens „10 Out Of 10“ Panimaro-Gefühle aufkommen lässt.
Womit wir auch schon beim Ergebnis dieser Besprechung wären: 10 von 10 Sternen für 11 Kylie-Songs, die schon bald Klassiker sein werden.

Tracklisting

  1. Padam Padam
  2. Hold On To Now
  3. Things We Do For Love
  4. Tension
  5. One More Time
  6. You Still Get Me High
  7. Hands
  8. Green Light
  9. Vegas High
  10. 10 Out Of 10 (feat. Kylie) – by Oliver Heldens
  11. Story