King Charles – Out Of My Mind

In Reviews von Eric

„Ich liebe den Sound, den eine Gitarre macht, und ich liebe Popproduktion“, lässt Charles Costa alias King Charles wissen. Diese Leidenschaften versucht der Engländer auf seinem neuen, dritten Album „Out Of My Mind“ zusammenzubringen – ein übrigens treffender Titel, kämpfte er doch jahrelang mit psychischen Problemen nach einem schweren Unfall.

Liebe, Einsamkeit, Sex und Suizid sind die dominierenden Themen der Platte – und was wäre dafür eine passendere musikalische Untermalung als Soul? King Charles dehnt diesen Begriff allerdings sehr weit – siehe sein Zitat. „Freak“ und die Quasi-Fortsetzung „She’s A Freak“ spielen mit dem sexy 80s-Funk von Prince, „Deeper Love“ gibt sich bis auf die E-Drums fast Marvin-Gaye-klassisch.

Andere Mixturen gelingen King Charles allerdings weniger gut: „Money Is God“ versucht sich vergeblich an HipHop (mit Gast-Rapper) und Dubstep-Beats. „Melancholy Julia“ macht den Eindruck eines langes Intros für einen Song, der nicht kommt. Die Dance-Beats in „Drive All Night“ wirken billig.

So halten sich gelungene und weniger gelungene Stücke auf „Out Of My Mind“ in etwa die Waage. King Charles ist dann am besten, wenn er dem Soul nur vorsichtig und ohne Brechstange neue Zutaten zuführt – wie beim Abschlusstrack „Feel These Heavy Times“.

Tracklisting

  1. Freak
  2. Out Of My Mind
  3. Deeper Love
  4. Money Is God
  5. Melancholy Julia
  6. She’s A Freak
  7. Drive All Night
  8. Watchman
  9. New York Sunrise
  10. Feel These Heavy Times

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