Honeymoan – Weirdo

In Reviews von Wolf

Geht es um Bands aus Südafrika, fällt einem erstmal nicht viel ein. Außer den exzentrischen Die Antwoord oder den Soap Girls wären da noch Dear Reader; das war’s dann meistens schon. Aber das könnte sich bald ändern.

Seit 2018 schicken Honeymoan verträumt-beschwingte Musik mit dem gewissen Beat, kombiniert mit ernstzunehmenden Texten rund um die Lebenswelt der modernen Jugend, aus Kapstadt in die Welt. Der perfekte Anschluss an Fazerdaze, von der seit einiger Zeit leider nichts Neues mehr zu hören war. Die erste EP „Body“ aus dem letzten Jahr ließ viele aufhorchen und zog eine erste erfolgreiche Clubtour nach sich. Nun folgt der zweite Streich „Weirdo“.

Startet der erste Song der EP, „Still Here“, möchte man auf die Band zuspringen, sie umarmen und rufen: „Ja, und bitte geht auch nie wieder weg“, obwohl es in dem Lied natürlich um ganz was anderes geht. Die nächsten beiden der leider nur vier Songs nehmen sich etwas zurück und erzählen von der Freude an sexuellem Kontrollverlust und unerfüllter Sehnsucht. Mit „Too Much“ gibt es am Ende noch ein verzerrt-stampfendes Finale. Dann ist es schon wieder vorbei.

Es ist dringend Zeit für ein komplettes Album.

Tracklisting

  1. Still Here
  2. Fidelio
  3. Weirdo
  4. Too Much

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