Gregor McEwan – Spring Forward

In Reviews von Wolf

Gregor McEwan, dieser sympatisch-wuschelige Typ mit dem verschmitzt-gehässigen Grinsen, der sich nicht zuletzt durch seine hyggeligen Konzerte bereits einen Namen gemacht hat. Kaum zu glauben, dass dieser Junge mit Gitarre aus Haltern (am See) es immer wieder schafft, den Eindruck zu erwecken, er wäre ein weitgereister schottischer Straßenmusikant. In den letzten Wochen hat er drei neue Singles veröffentlicht die nun, zusammen mit einer vierten, gebündelt als EP erschienen sind.

Hier erzählt er kurze Geschichten von Liebe, Leben, Laster und Leiden. Songs, in die man sich rein legen will wie in ein gemachtes Bett – auch wenn sie einem manchmal das Herz zerreißen. Sie beginnen erstmal in gewohnter britisch-manchesteriger Popigkeit mit einer Prise Tal Bachman, bevor der Titelsong mit Snare-Drums und (ganz tollen) Trompeten durch den Frühling marschiert. Bei „₲ΛLΛX¥“ holt McEwan sich Starthilfe bei den Beatles, winkt im Vorbeifahren den Chemical Brothers und liefert sich seinen Fatboy-Slim–Big-Beat–Remix (der ja schon manchen Bands zum Durchbruch verholfen hat) gleich selbst. In einem tragisch-dramatischen Finale gibt er dann nochmal alles, wenn er von leichtem Schwiegersohngesang zu heiserem Post-Fußball-Enthusiasmus prescht.

Eine Platte, die einen mit gemischten Gefühlen für den Frühling zurücklässt, aber Freude macht auf eine mögliche „Summer Play“-, „Fall Rewind“- oder „Winter Stop“-EP.

Tracklisting

  1. I Got U
  2. Fwd: Spring
  3. ₲ΛLΛX¥
  4. A 000000 Times

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