Dirty Projectors – Lamp Lit Prose

In Reviews von Eric

Liebe heilt alles – frag nach bei Dave Longstreth, Mastermind der Dirty Projectors. War das letzte Album nach Trennung bzw. Ausstieg von Longstreths langjähriger Lebens- und Bandpartnerin Amber Coffman noch von Trauer und Schmerz dominiert, ist „Lamp Lit Prose“ das genaue Gegenteil. Kreativ befeuert von einer neuen Liebe, spielt der New Yorker hier die fröhlichste Version seines Popentwurfs. Sogar die Songtitel versprühen Optimismus: „I Feel Energy“, Break-Thru“, „Right Now“, „Feel It All“.

Hier treffen die mitreißende Spielfreude und die instrumentale Opulenz von „Graceland“ auf die Weirdness, die man von den Dirty Projectors seit den acht Vorgänger-LPs kennt und schätzt. Auch die Feature-Gäste wie Empress Of oder Robin Pecknold (Fleet Foxes) fügen sich ganz in den herausgeputzten wie putzigen Sound ein. Verschiedenste Gitarrenklänge, von folkigen Akkustikgitarren bis zu elektrischen Vampire-Weekend-Klampfen vereinen sich mit Wurlitzer-Sounds, Bläsern, Flöten, Mundharmonikas sowie elektronischem und Schlagzeug-Geklöppel zu einem bunten Nerd-Pop-Strauß, bei dem man nicht alle Elemente erkennt, der aber allein durch seine vielen Farben gute Laune macht.

Tracklisting

  1. Right Now (feat. Syd)
  2. Break-Thru
  3. That’s A Lifestyle
  4. I Feel Energy (feat. Amber Mark)
  5. Zombie Conqueror (feat. Empress Of)
  6. Blue Bird
  7. I Found It In U
  8. What Is The Time
  9. You’re The One (feat. Robin Pecknold & Rostam)
  10. (I Wanna) Feel It All (feat. Dear Nora)

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