Black Pumas – Chronicles Of A Diamond

In Reviews von Eric

Einhellig positiver Kritiker- und Zuhörerzuspruch, millionenfache Streams sowie sechs Grammy-Nominierungen sind für ein Debütalbum keine schlechte Bilanz, setzen aber wiederum die Messlatte für die Nachfolge-LP sehr hoch. Vielleicht deshalb ließen sich Singer/Songwriter Eric Burton und Gitarrist/Produzent Adrian Quesada für ihren Zweitling als Black Pumas vier Jahre Zeit. „There was a lot of pressure and expectation that we hadn’t felt before“, gibt Quesada zu.

Als Reaktion warf das Duo Einschränkungen, die es sich für den Erstling gesetzt hatte (z.B. alles live einzuspielen), über Bord und erweiterte seine musikalische Palette. Der Band-energetische Retro-Soul bleibt das Fundament des Black-Pumas-Sounds, doch darauf bauen Burton und Quesada wilder, eigentümlicher und extravaganter ihre Songs. Der geschmackvolle Beat und die effektiv eingesetzten Streicher bei „More Than A Love Song“ verpassen dem Stück einen TripHip-Anstrich. Bei „Ice Cream (Pay Phone)“ singt Burton im Falsett wie ein angekiekster Funk-Star. „Mrs Postman“ verbindet HipHop-Beats mit einem balladesken Piano. „Gemini Sun“ präsentiert sich als spacige Funk-Oper, bevor die psychedelische Soul-Ballade „Rock And Roll“ die Platte beschließt.

Mit „Chronicles Of A Diamond“ ist den Black Pumas ein würdiger Nachfolger ihres Debüts gelungen, auf dem sie ihren Klangkosmos sogar erweitert haben. Sie haben dem Druck und den Erwartungen mit Bravour standgehalten.

Tracklisting

  1. More Than A Love Song
  2. Ice Cream (Pay Phone)
  3. Mrs Postman
  4. Chronicles Of A Diamond
  5. Angel
  6. Hello
  7. Sauvignon
  8. Tomorrow
  9. Gemini Sun
  10. Rock And Roll