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Release-Datum: 03.04.26
Label: Transgressive
Format: Album
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Es war vor allem die emotionale Offenheit in ihren Texten, die die bisherigen zwei Alben von Arlo Parks so relatable und in Folge erfolgreich machten und ihr bereits einen Brit Award, einen Mercury Prize und zwei Grammy-Nominierungen einbrachten. Musikalisch kleidete die Londonerin ihre Geschichten bislang hauptsächlich in sanften Indie-Soul-Pop. Damit ist es auf ihrer dritten LP jedoch vorbei. Sie zog in den vergangenen zwei Jahren durch die queeren Clubs von New York City und beschloss daraufhin für „Ambiguous Desire“: Ich will tanzen!
Dafür stellte Parks das Verlangen in den Mittelpunkt der Platte, das sie auch auf den Tanzflächen erlebt hat. „Desire is a life force, it’s a wanting, a yearning, a momentum – we are all alive because there is something or someone we want – desire is an engine“, erklärt sie. Das Eröffnungsstück „Blue Disco“ klingt zwar mit seinem sanften Drum-Pattern und einem brummigen LCD-Soundsystem-Synthie wie ein Track für den Heimweg aus dem Club, geleitet aber dennoch gut hinein ins Album, das spätestens bei „Get Go“ auf Betriebstemperatur ist, das eine Art Hybrid aus Indie-Pop und House bildet. Nur beim nicht mal zweiminütigen „South Seconds“ klingt sie zu fragiler Gitarre noch wie in den Anfangstagen.
Es macht viel Spaß, Parks bei ihren Experimenten mit Synthesizern, Samples und Ableton-Plug-ins zuzuhören. Trotz der oft tanzbaren Musik bleibt sie textlich meist auf der melancholischen Seite. Bei „Senses“ holt sie sich mit Sampha einen Meister dieser Intonation dazu, der im Refrain „I can’t find no love for myself“ deklamieren darf. Aber jegliche Sorgen, die die Engländerin beschreibt, werden in der Gemeinschaft des Dancefloors abgeschüttelt. Dance the pain away.
Tracklisting
- Blue Disco
- Jetta
- Get Go
- Senses (feat. Sampha)
- Heaven
- Beams
- South Seconds
- Nightswimming
- 2SIDED
- Luck Of Life
- What If I Say It?
- Floette
