Bloc Party – Anatomy Of A Brief Romance

In Reviews von Eric

Frontmann Kele Okereke erzählt auf Bloc Partys neuem, siebten Album die Geschichte einer gescheiterten Beziehung – vom ersten Kennenlernen über Euphorie und Nähe bis zu Misstrauen, Trennung und den Folgen. Die Texte sind sehr direkt und verzichten weitgehend auf Verschlüsselungen, was sie stellenweise wie ein musikalisches Tagebuch wirken lässt. Nicht jede Erinnerung entwickelt dabei die Qualität eines guten Songs.

Musikalisch schlägt das englische Quartett einen deutlich anderen Weg ein. Produzent Trevor Horn verpasst der LP einen glänzenden, stark von den 80ern geprägten Sound mit Synthesizern, Dance-Pop und elektronischen Elementen. Von der nervösen, kantigen (Gitarren-)Energie früher Tage ist wenig übrig. Der neue Sound wirkt dabei nicht immer wie eine organische Weiterentwicklung: es fehlt einigen Stücken an einer klaren musikalischen Idee.

Bloc Party suchen auf „Anatomy Of A Brief Romance“ hörbar nach einer neuen Identität – finden sie aber nur in einzelnen Momenten.

Tracklisting

  1. 22.01.22
  2. Coming On Strong
  3. Love Bombs
  4. Pigwig
  5. Lagoon Blue
  6. Muscleworks
  7. Clark Kent
  8. Worst Birthday Ever
  9. Not Your Problem
  10. Now We Can’t Be Friends
  11. Rotherhithe
  12. Stories
  13. Moving On
  14. Eulogy