Wild Child – Fools

In Reviews von Eric

Als Break-Up-Album annonciert, überrascht „Fools“ mit einer eher fröhlichen Grundstimmung. Aber dass traurige Texte nicht zwangsläufig traurige Musik nach sich ziehen müssen, wussten schon ABBA.

Also bleibt die US-Band Wild Child dem Hippie-Folk ihrer zwei vorangegangenen Alben treu, mit einem bunten Allerlei aus Geige, Ukulele, Cello, Klavier, Bass, Banjo, Glockenspiel, Percussion und Bläsern. Gypsy- und Straßenmusik-Einflüsse sind dabei durchaus beabsichtigt. Zusätzliche Spannung erhalten die Songs aus dem Gesang des Front-Duos Kelsey Wilson und Alexander Beggins, die mal zusammen, mal nacheinander die Stücke intonieren. Dadurch erhalten die Texte über die Leiden der Liebe sowohl Dynamik als auch verschiedene Blickwinkel. Beispielsweise wenn sie sich bei „Fools“ gegenseitig besingen: „If you have to go I’ll play the fool, it’s all I know.“ Wer ist hier jetzt der Narr und wer muss gehen? Immer eine Frage des Standpunkts.

Dem Quintett aus Austin, Texas gelingt ein homogenes, aber trotzdem abwechslungsreiches Album, bei dem man entweder den herzensschweren Texten lauschen oder der seelenleichten Musik zuhören kann. Oder einfach beides.

Tracklisting

  1. Fools
  2. The Cracks
  3. Bullets
  4. Stones
  5. Meadows
  6. Break Bones
  7. Take It
  8. Saving Face
  9. Reno
  10. Oklahoma
  11. Bad Girl
  12. Trillo Talk

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