Slowdive – Slowdive

In Reviews von Eric

Nachdem aktuelle Bands wie DIIV, Beach House und Japanese Breakfast den Shoegaze wieder auf die Landkarte setzen, dazu alte Shoegaze-Helden wie My Bloody Valentine, Lush und Ride wieder touren und Alben veröffentlichen, haben sich nun auch Slowdive zu ihrem ersten Album seit 22 Jahren entschlossen.

Die Band um das Songwriting-Duo Neil Halstead und Rachel Goswell ist mit ihrem „alten“ Sound also gerade wieder total en vogue. Extra viel Hall auf den Gitarren, eine sich auftürmende Soundwand und verwaschener Mann/Frau-Gesang klingen bei Slowdive im Großen und Ganzen noch genauso wie in den 1990er-Jahren. Genauso gut, möchte ich hinterher schieben. Das erhabene „Slomo“, das sich insbesondere im Gesang den ein oder anderen Ton von „Running Up That Hill“ borgt, eröffnet angemessen verträumt. Warum der Name Dreampop öfter synonym für Shoegaze verwendet wird, erklärt dieser Song. „Star Roving“ greift da schon beherzter in die Gitarrensaiten. Das richtige Stück, um auf der vernebelten Tanzfläche den Kopf zu schütteln. Blick nach unten (Shoegaze!) wohlgemerkt. Und wer erfahren will, wo sich The xx die Inspiration für ihre kristallinen Existenzialismus-Balladen herholen, sollte sich „Sugar For The Pill“ anhören.

Manchmal muss eine Band gar nicht ihren Sound anpassen, um dem Zeitgeist zu entsprechen. Es kann auch reichen, einfach abzuwarten und sich vom Zeitgeist einholen zu lassen. Slowdive klingen damit jetzt so frisch wie eine junge Band aus London und Los Angeles.

Tracklisting

  1. Slomo
  2. Star Roving
  3. Don’t Know Why
  4. Sugar For The Pill
  5. Everyone Knows
  6. No Longer Making Time
  7. Go Get It
  8. Falling Ashes

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