San Fermin – Belong

In Reviews von Eric

Nach einem Yale-Abschluss in Musikkomposition und einem Assistentenjob des Komponisten Nico Muhly, begann Ellis Ludwig-Leone seine klassisch-kompositorischen Talente in den Popkosmos zu übertragen und nannte das Projekt San Fermin. Dort wirkt er als Mastermind und musikalischer Nukleus, überlässt das Rampenlicht aber den beiden Sängern Charlene Kaye und Allen Tate.

Mit sechs weiteren Bandkollegen setzen sie das inzwischen dritte San-Fermin-Album „Belong“ um. Eine orchestrale Wirkung ist der Musik bei Ludwig-Leones Background erwartbar zu eigen und wird mit u.a. Trompete und Saxofon angemessen umgesetzt. Aber durch Gitarren, Synthesizer und trickreiches Schlagzeug sind die Stücke ganz klar im Pop zu verorten. Auch der Call & Response-Gesang von Kaye und Tate ist eindeutig Pop und erinnert durch seine emotionale Aufladung an The xx. Aber anders als diese ist San Fermins Musik auf kalkulierte Überforderung angelegt. Der große Konzertsaal ist vom intimen Kammerpop hier nur einen Break entfernt, auch die eine oder andere Dissonanz gibt den Stücken Spannung. Die Songs sind einfalls- und detailreich arrangiert, und verlieren nur ganz selten im Anschwellen aller Instrumente den Fokus. Ansonsten schafft es die Band, den Hörer sicher durch seine kaleidoskopartigen Songs zu geleiten, damit dieser höre und staune.

Tracklisting

  1. Open
  2. Bride
  3. Oceanica
  4. August
  5. Better Company
  6. No Promises
  7. Belong
  8. Bones
  9. Dead
  10. Perfume
  11. Cairo
  12. Palisades/Storm
  13. Happiness Will Ruin This Place

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