Roosevelt – Roosevelt

In Reviews von Andreas

Es gibt diese Alben, die das Zeug zum perfekten Sommeralbum haben. Weil ihre Songs sowohl in heißen Mittagsstunden als auch an lauen Abenden oder am Ende einer durchtanzten Nacht auf dem Weg nach Hause funktionieren. Marius Lauber aka Roosevelt liegt mit seinem Debütalbum nach viel zu langer Wartezeit genau so ein Album vor. Songs, die die unbändige Energie eines Clubs auf gelassene Beats reduzieren und uns Popmelodien um die Ohren hauen, in die wir uns schon beim ersten Hören verlieren. Dabei verliert sich Lauber nie in der stumpfen Elektro-Garderobe, sondern stürm gern in Richtung Bühne. Weil seine Songs von einer Band mit echten Instrumenten eingespielt werden. Und so trifft man auf seinem Album auch den einen oder anderen Indie-Musiker, etwa Fotos-Gitarrist Deniz Erarslan oder Boy-Sängerin Valeska Steiner.

Marius Lauber muss niemandem mehr beweisen, was er kann. Dafür war der internationale Aufschrei zu seinen bisherigen EP-Veröffentlichungen („Elliot“, „Sea“) bereits laut genug. Dennoch: dass diese herrlich testosteronfrei-unaufgeregte und doch so verflixt pulsierende Musik nun auch und endlich auf Albumlänge funktioniert, ist schlicht mehr als fantastisch. „Roosevelt“ ist DAS Sommeralbum des Jahres 2016! Wer nur einmal „Fever“ oder „Night Moves“ gehört hat, wird anschließend lange wissend lächeln.

Tracklisting

  1. Intro
  2. Wait Up
  3. Night Moves
  4. Belong
  5. Moving On
  6. Heart
  7. Colours
  8. Sea
  9. Daytona
  10. Fever
  11. Hold On
  12. Close

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