Mighty Oaks – Storm

In Reviews von Eric

Berlins internationale Vorzeige-Folkies Mighty Oaks wollten bei „Storm“ wieder Musik für sich selbst machen, wie die Band wissen lässt. Deshalb entstand die EP, die nur wenige Monate nach dem letzten Album „Dreamers“ erscheint, mitten in der Festivalsaison in nur zwei Wochen, um mit dem Zeitstress auch keine längeren Diskussionen aufkommen zu lassen, erzählt die Band.

So roh und direkt, wie man sich die Songs diesem Entstehungsprozess nach vorstellen könnte, sind sie dann allerdings nicht geworden. Sie reihen sich vielmehr in den radiofreundlichen Folkpop ein, den das Trio inzwischen so perfekt beherrscht, dass sich auch der Opa und die kleine Nichte darauf einigen können.

Die leicht melancholischen Lagerfeuer-Gitarren erzeugen Fernweh, Piano bzw. Streicher sorgen für den nötigen Pathos und die kraftvolle, kratzige Stimme von Sänger Ian Hooper klingt sowieso wie von einem Vorzeige-Naturburschen im Flanellhemd.

Die Mighty Oaks wissen genau, was sie tun und wie sie Stimmung erzeugen können, ohne zu theatralisch zu werden. Trotzdem wäre es wünschenswert, das Trio einmal in einem abgespeckten Rahmen zu erleben, vielleicht nur mit ein oder zwei Gitarren. In so einem unverstellten Rahmen könnten ihre Stücke noch einmal ganz anders wirken.

Tracklisting

  1. One Shot
  2. Storm
  3. These Days
  4. The Dark

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