DMA’s – For Now

In Reviews von Eric

Dass mit den DMA’s ausgerechnet eine Band aus Sydney eines der britischsten Britpop-Alben der vergangenen Jahre aufnahm, entbehrt nicht einer gewissen Ironie. Oder, Noel „Spacejazz“ Gallagher?

Auf „For Now“, dem Nachfolger des Debüts, bleiben Tommy O‘Dell, Johnny Took und Matt Mason ihrem 90er-induzierten Stil treu, erweitern in aber noch um ein paar Madchester-Verweise und diesem dreamy-dancy Stil, wie ihn die Charlatans pfleg(t)en. Daraus entsteht ein Dutzend Gitarren-Pop-Hymchen inklusive Mitsing-Refrains. Der Titeltrack und Album-Opener ist direkt der beste Song der LP und verneigt sich tanzend vor den Stone Roses. Auch die Adaption von „Friday I’m In Love“ bei „Warsaw“ bzw. die Charlatans-Würdigung „Break Me“ gelingen. Andere Stücke dängeln allerdings im Midtempo dahin („Dawning“, „Lazy Love“) ohne groß Eindruck zu hinterlassen – Cast könnte man für die Britpop-Auskenner hier als Verweis nennen. Die Balladen („In The Air“, „Health“) wiederum erinnern an die seichteren Momenten von Travis.

Mal sehen, wie lange diese Cover-Band mit eigenen Songs ihren Stiefel noch durchziehen kann. Ein paar schöne Melodien springen dabei heraus, aber wirklich nachhaltig ist das Konzept der DMA’s nicht.

Tracklisting

  1. For Now
  2. Dawning
  3. Time & Money
  4. In The Air
  5. The End
  6. Warsaw
  7. Do I Need You Now?
  8. Break Me
  9. Lazy Love
  10. Tape Deck Sick
  11. Health
  12. Emily Whyte

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