Dan Croll – Emerging Adulthood

In Reviews von Eric

Einige werden sicher noch Dan Crolls 2014er Hit „From Nowhere“ im Ohr haben, der nicht zuletzt durch seinen Werbespot-Einsatz hängen blieb. Schön gemachte Popmusik war das, mit der Prise Etwas, die den Song herausstechen ließ. Schöne Popmusik will Croll auch auf seinem zweiten Album „Emerging Adulthood“ machen, für das er sich – Budget durch Hit sei Dank – für fünf Monate in ein Studio einschloss, um an dem Werk zu tüfteln. Diese Tüftelei tut der LP aber nicht nur gut.

Ungeachtet, dass die Songs von interessanten und ungewöhnlichen Themen wie Angststörungen („24“) oder Neid auf Musikerfreunde („Tokyo“) handeln, bleiben sie nicht wirklich hängen. Obwohl Croll von Orgeln über verschiedenste Synthesizer bis zu Bläsern einiges ausprobiert, wirkt der Sound oft zu überlegt, zu sehr zurechtgelegt und zu wenig inspiriert. Zu viel Handwerk, zu wenig Kunst, könnte man sagen. Dabei sind Stücke wie „One Of Us“ oder „Away From Today“ beileibe nicht schlecht, aber es fehlt eben das gewisse Etwas, das „From Nowhere“ hatte – und sei es ein catchy Refrain. Überzeugen können das verschlafen-verträumte „January“, das an eine weniger dunkle Version von S O H N erinnert, das Duett „Swim“ mit Rebecca Hawley (Sterling Shell), und das lässig tänzelnde „Educate“. Aber insgesamt muss ich sagen: Mr Croll, I’m not convinced.

Tracklisting

  1. One Of Us
  2. Bad Boy
  3. 24
  4. January
  5. Sometimes When I’m Lonely
  6. Swim
  7. Educate
  8. Away From Today
  9. Do You Have To?
  10. Tokyo

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