Angus & Julia Stone – Snow

In Reviews von Eric

2014 schweißte Superproduzent Rick Rubin Angus und Julia Stone nach einer handfesten Krise wieder zusammen, indem er dem Geschwisterpaar vorschlug, Songs zusammen in einem Raum zu schreiben. Diese Nähe hat den Australiern augenscheinlich kreativ so gut getan, dass sie auch für ihr neues, viertes Album Rubins Rat folgten.

„Snow“ entstand über mehrere Wochen in Angus‘ Landhaus-Studio an der australischen Ostküste. „In der letzten Phase des Schreibens und Aufnehmens gab es acht Wochen lang nur ihn und mich und die Ruhe der Landschaft. Es war eine wunderschöne Zeit“, berichtet Julia. Obwohl jeder, der Geschwister hat, das mit der wunderschönen Zeit wohl nur zum Teil nachvollziehen kann, trifft das Adjektiv die Musik der LP umso besser: überlegter, aber nicht betulicher Folk, der auch eine rockigere Note hier und Synthesizer-Sounds da nicht scheut. Der besondere Reiz der Stones bleibt aber ihr Gesang, den sie sowohl zweistimmig, als auch getrennt oder als Call and Response vortragen. So entstehen einnehmende Songs wie der auf einem verschlafenen Drumbeat basierende Titeltrack, der verwaschene, halbakustische Dreampop „Chateau“, das treibende „Who Do You Think You Are“ oder das sehnende „Nothing Else“. Zusammen sind Angus & Julia Stone musikalisch wirklich weniger allein.

Tracklisting

  1. Snow
  2. Oakwood
  3. Chateau
  4. Cellar Door
  5. Sleep Alone
  6. Make It Out Alive
  7. Who Do You Think You Are
  8. Nothing Else
  9. My House Your House
  10. Bloodhound
  11. Baudelaire
  12. Sylvester Stallone

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