
Release-Datum: 13.06.05
Label: Novoton
Format: Demo
Review: Andreas
Existensminimum klingt nach deutscher Punkband, die der rot-grünen Regierung mal so richtig erzählt, was sie von ihrer Politik hält. Wäre da nicht das S in der Mitte des Bandnamen. So kommt alles anders als man denkt. Die Band kommt aus Schweden und hat mit Punk soviel zu tun wie Zigaretten mit Gesundheit. Nichts. Magnus Henriksson heißt der Mann, der einerseits der live auf zehn Mitglieder anschwellendenKapelle vorsteht und dessen Stimme andererseits mitunter verteufelt nach Damon Albarn klingt. Musikalisch vereinigt die Single „Running Down With Everyone“ zwei Orchester-Space-Pop-Songs und einen 70er-Jahre-Endlossong, der etwas flotter an einem vorbeizieht und aus vielen Tempowechsel ein kleines Hörspiel ohne Sprache erzeugt. Das ist vom Ansatz her The Polyphonic Spree minus Chorgesang, musikalisch Spititualized mit nicht ganz so vielen Drogen und im Gesangsstil an Sigur Ros erinnernd - jedoch in verständlicher Sprache. Dazwischen viel Geschwurbel. Kein Instrument wird hier kategorisch ausgeschlossen, viel ist möglich bei Existensminimum. Zu hören ist das dann auch auf dem für den Herbst angekündigten Album.
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