
Release-Datum: 17.10.05
Label: Labrador Records
Format: Album
Review: Kilian
Sicher, es mag nicht häufig vorkommen, aber hin und wieder geschieht es eben doch. Es ist Sonntag, man kann ausschlafen und ist sich für alles, was mit Aufstehen zu tun hat, zu schade. Und schließlich scheint die Sonne durchs Fenster. Ist dies nicht ein perfekter Moment? Nicht für solche Leute, die zu jedem Moment die richtige Musik haben müssen. Also Idealisten:
Es gibt wirklich Bands, die die Sonne als ihren Arbeitsgeber sehen. Ob es eine Wette war oder innerer Antrieb, auf jedem Album der Acid House Kings muss es einen Song geben, der entweder etwas mit "summer" oder "sunday" beinhaltet. Auf seinem mittlerweile fünftem Album „Sing along with The Acid House Kings“ zeigt das Quartett aus Schweden, wie einfach und leicht Musik klingen kann ohne dabei zu langweilen. In Schweden sind sie schon als die Gitarrenpophelden bekannt und wer das Label Labrador Records kennt (Edson, Club 8, Starlet), weiß, dass er nicht danebengreifen kann.
Die Vorabsingle „This heart is a stone“ verbreitet durch die feenhafte Stimme von Sängerin Julia grenzenlos gute Laune. War es in den Gründungsjahren nur Niklas, der die Vocals übernahm, so wechseln sich die beiden nun munter ab. Angenehme Gitarrenmelodien, hin und wieder ein paar Bläser, Handclaps und Streicher nehmen den Hörer mit auf die Fahrt ins Grüne, wo die Sonne genießen und Faulenzen als einzige Programmpunkte gestattet sind. In „A long term plan“ ist es eine wunderbare Jangle-Guitar, die einem nicht mehr aus dem Kopf geht, doch die anderen Songs stehen in nichts nach. Feinster Gitarrenpop, der sich eher zufällig als aufdringlich in die Gehörgänge verirrt und dort für Tage sein Zelt aufschlägt, um ganz der sommerlichen Tradition nach Picknick zu machen.
Neben den 12 Tracks auf CD gibt’s noch eine DVD mit Karaoke-Versionen und Videos, wo die Acid House Kings bei Tischtennis, Fußball und merkwürdigen Tanzversuchen ihre ganz persönliche oder auch schwedische(?) Art von unbewusster Komik präsentieren. Zum Mitsingen kommt man ganz automatisch, es sei denn, man liegt im Bett und macht noch mal die Augen zu. Zu was ihr euch jetzt auch entschlossen habt. Eins bleibt: Ein gutes Gefühl.
01. That's because you drive me
02. Do what you wanna do
03. This heart is a stone
04. London School of economics
05. 7 days
06. I write summer songs for no reason
07. Tonight is forever
08. Saturday train
09. Sleeping
10. Will you love me in the morning?
11. A long term plan
12. Wipe away those tears
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