
Release-Datum: 01.02.05
Label: Selbstverlag
Format: Album
Review: Andreas
Palestar kommen aus Leipzig und gehen nun nach einigen Jahren des Demorumschickens und Konzertspielens aufs Ganze. Ihr erstes Album „?Mind The Landscape!s“ haben sie selbst finanziert und vertreiben es über ihre Homepage. Fünf junge Menschen um die 20 mit Vorliebe für die britische Musik des letzten Jahrzehnts. Radiohead kommen einem bei Titeln wie „Thought Police“ und „Sibirian Fog“ recht schnell in den Sinn. Hier wird gelitten! Wer mitleiden will, ist willkommen. Verpackt wird der Kummer dieser Welt in viel Atmosphäre, etwas in „#1069“, wo Gitarre und Gesang ein wenig Hall bekommen und so langsam in die akustische Weite wabern. Und Sänger Patrick Sudarski wimmert sich ein wenige durch die leicht vernuschelten Texte. Und ja, das klingt stellenweise sehr gut. Was gibt’s noch? Zwei Popfolk-Songs mit „Drowned In A Bathtub“ und „These Walls Might Break“, einige Anklänge an U2 und manchmal werden Palestar auch richtig flott und rockig („Motor Homes“). Insgesamt scheint die Band sich intern jedoch auf Radiohead als Maßstab geeinigt zu haben. Das ist mutig und ein hohes Ziel. Auf der ersten Platte wäre es natürlich vermessen, ähnliche Resultate zu erwarten. Potential ist durchaus vorhanden. Ob man mit der Stimme des Sängers zurecht kommt, entscheidet nicht unwesentlich über hop oder top. Aber das war bei Radiohead auch schon immer so. Respektables Debut. Tip: Wer den ersten Track über die 0:00-Grenze zurückspult, bekommt noch eine kleine Russisch-Lektion. Zu bestellen ist das Album über die Homepage der Band unter www.palestar.de.
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