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Lily Allen

Lily Allen

It’s Not Me, It’s You

 

Release-Datum: 06.02.09

Label:  Parlophone

Format: Album

Review:  Eric

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In letzter Zeit gab es zwei Arten von britischen Sängerinnen, die auch der durchschnittliche Indie-Nazi goutierte: Auf der einen Seite jene Damen, die die Soulstandards der 60er und 70er Jahre - durchaus auf hohem Niveau - zitierten und in die Jetztzeit hievten (Duffy, Adele, Amy Winehouse). Auf der anderen Seite standen die Künstlerinnen, die sich ihre mal bonbonbunte, mal weltoffene, aber immer irgendwie eigene Pop-Welt schufen (Kate Nash, M.I.A.). Und zu jenem zweiten Typ gehört sicherlich auch Lily Allen, bot sie doch auf ihrem Debüt facettenreichen, abwechslungsreichen Pop gepaart mit ironisch-bissigen Texten.

Nachdem Allen in letzter Zeit einige persönliche Probleme überstehen musste ("Sun"-readers of the world unite) versucht sie nun, mit "It's Not Me, It's You" an den Erfolg des ersten Albums anzuknüpfen. Und obwohl es eigentlich eine Binsenweisheit ist, dass Künstler aus persönlichen Krisen kreatives Potenzial ziehen, scheint dies auf Miss Allen wirklich zuzutreffen. Der Sound ist teilweise düsterer und breiter, die Texte scheinen reflektierter als auf "Alright, Still". Nach dem Loop-lastigen "Everyone's At It" zeigt sie dies exemplarisch bei "The Fear", der die oberflächliche Fröhlichkeit mit dem selbstironischen Text kollidieren lässt, der mit ihrem Bild in der Boulevardpresse abrechnet: "And I am weapon of massive consumption, and it's not my fault it's how I'm programmed to function." Lily Allen öffnet für jeden Song ihres Zweitlings eine neue Tür, streut eine interessante oder überraschende Idee ein, sei es der Ska-Rhythmus bei "It's Not Fair" oder die Elektro-Spielereien bei "Go Back To The Start". Nur "I Could Say" ist etwas bemüht auf Ballade gekämmt und wirkt trotz des Beats etwas cheesy. "It's Not Me, It's You" kann zwar das hohe Niveau der ersten Albumhälfte nicht ganz über die volle Länge halten, ist aber im besten und wahrsten Sinne des Wortes ein Pop-Album - und scheint auch so etwas wie eine persönliche Befreiung zu sein.

 

Tracklisting

1. Everyone's At It
2. The Fear
3. It's Not Fair
4. 22
5. I Could Say
6. Go Back To The Start
7. Never Gonna Happen
8. Fuck You
9. Who'd Have Known
10. Chinese
11. Him
12. He Wasn't There

soundmag.de-Bewertung

8 / 10

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www.lilyallenmusic.com

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