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Ryan Adams

Ryan Adams

Cardinology

 

Release-Datum: 31.10.08

Label:  Mercury Records

Format: Album

Review:  Andreas

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Vielleicht ein Segen, dass Ryan Adams irgendwann mit den Cardinals die eigene Begleitband fand. Nachdem seine Soloalben qualitativ schwankten, scheinen Gitarrist Neal Casal, Pedalsteel-Gitarrist Jon Graboff, Bassist Chris Feinstein und Schlagzeuger Brad Pemberton dem Songwriting-Workaholic eine gewisse Stringenz und Sicherheit zu geben. Das sicher nicht zuletzt aus diesem Grund mit „Cardinology“ betitelte neue Album bewegt sich denn auch fast durchgängig im gediegenen Midtempo-Rootsrock - nur selten bricht wie in „Magick“ ein größeres Riff heraus. Der Rest ist gepflegte Melancholie ohne die allgegenwärtige Trändendrüse („Fix It“, „Natural Ghost“), vom Country eingenebeltes Trübsaalblasen („Let Us Down Easy“), die bis aufs nötigste abgespeckte Opulenz von „Crossed Out Name“ und vom Piano dominierte Trauer in „Stop“.

Die oberflächliche Harmlosigkeit, die „Cardinology“ beim ersten Hören vermitteln mag, täuscht. Denn selten durfte ein Adams-Album als so homogen beschrieben werden. Die Emotionen brodeln wie schon so oft hinter der Musik, in den Texten und vor allem in einer oft gebrochenen und nur selten mit ihrer Stärke protzenden Stimme. Für die Zukunft bleibt zu wünschen: lieber ein Album im Jahr auf „Cardinology“-Nivau als alle vier Monate ein Schnellschuss mit unsicherem Ausgang.

 

Tracklisting

1. Born Into A Light
2. Go Easy
3. Fix It
4. Magick
5. Cobwebs
6. Let Us Down Easy
7. Crossed Out Name
8. Natural Ghost
9. Sink Ships
10. Evergreen
11. Like Yesterday
12. Stop

soundmag.de-Bewertung

7 / 10

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www.ryan-adams.com

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