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Dogs

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Tall Stories From Under The Table

 

Release-Datum: 06.07.07

Label:  Weekender Records

Format: Album

Review:  Eric

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Lange hat sie gedauert. Nun jedoch könnte sie mit „Tall Stories From Under The Table“, dem zweiten Album der Dogs, ein Ende haben. Die Suche nach den legitimen Nachfolgern der Libertines. Pete Doherty und Carl Barât haben zwar mit Babyshambles und Dirty Pretty Things okaye bis gute Momente, aber an die Größe ihrer gemeinsamen Band konnten sie nie anknüpfen. Und dabei ist auf dem aktuellen Thron neben den Arctic Monkeys noch jede Menge Platz.

Allein die Vorbedingungen scheinen ausgezeichnet. Wurde das Debüt noch auf dem Major Universal veröffentlicht, sind die Dogs für ihr Zweitwerk zum Indie-Label Weekender Records gewechselt - zwecks Bewahrung von Eigenständigkeit und der Verhinderung von poppiger Radio-Formatierung. So atmet gleich der Opener „Dirty Little Shop“ so viel The Jam, dass man Paul Wellers öffentliche Zuneigungsbekundungen nur zu gut nachvollziehen kann. Und den Weller’schen Ritterschlag gibt es mit seinem Beitrag am Piano im abschließenden Schunkler „Let It Lay“ noch gratis dazu. Nur ein Beispiel dafür, dass die Dogs viel facettenreicher, strukturierter und einfach großartiger geworden sind als auf dem okayen Erstling „Turn Against This Land“. Die Ideen brechen sich in jedem Song Bahn. Fängt „Chained To No One“ wie ein langsamer Clash-Song nur mit Akkustikgitarre an, steigert er sich in eine Libertinesche Hymne mit lässigem Drumming und diesem typischen straight-larmoyanten Gitarrenspiel. Bei der Single „This Stone Is A Bullet“ scheint wiederum – wie bei einigen anderen Songs auch – die Mittneunziger BritPop-Sozialisation durch und Supergrass und Oasis grüßen fröhlich.

„Tall Stories From Unde The Table“ ist ein Album, das trotz seines Retro-Sounds frisch und irgendwie angenehm unironisch und ernst klingt. Dabei bleibt es trotz seines Status als Nachfolger eines erfolgreichen Debüts schön rau und überraschend unpoppig. Wie singen die Fans bei den Konzerten immer? „We Are The Dogs!“ Stimmt, ein bisschen Hund schadet nie.

 

Tracklisting

1. Dirty Little Shop
2. Soldier On
3. Winston Smith
4. This Stone Is A Bullet
5. Chained To No One
6. Forget It All
7. Little Pretenders
8. On A Bridge,By A Pub
9. Who Are You
10. These Days
11. By The River
12. Let It Lay

soundmag.de-Bewertung

8 / 10

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