
Release-Datum: 07.09.07
Label: Cooking Vinyl
Format: Album
Review: Andreas
Neues für das “Frau mit Akustikgitarre”-Regal. Nach eher elektronischen Arbeiten für One Dove und Gastauftritten im Rahmen der Massive Attack-Tourneen zündet Dot Allison nun Kerzen an, fährt die Stimme und mit ihr auch die Lautstärke ihrer Songs zurück. „Exaltation Of Larks“ bleibt zehn Stücke lang beschaulich, nachdenklich, selbstgrüblerisch. Wenn die Engländerin ihr Album also mit „lover’s headphone music“ beschreibt, trifft sie damit direkt ins Schwarze.
Mit hauchender Stimme erzeugt Dot Allison nicht nur Wohlklang ohne Elektronikschnickschnack, sondern auch den einen oder anderen Moment der Langeweile. Da zwitschern gern mal Vögel im Hintergrund, Flöten tirilieren und der hellgraue Nebel scheint in endlosen Schwaden aus den Lautsprechern zu fließen. Die zusätzlich jaulenden Geigen sollen da nur am Rande erwähnt werden. Solch miesen Loreena McKennitt-Hokuspokus hat Allison eigentlich nicht nötig, warum sie ihn trotzdem nutzt, bleibt unverständlich. Aber irgendwas muss dran sein an der Dame, schließlich baten nach Massive Attack unter anderem Pete Doherty (Babyshambles), Bobby Gillespie (Primal Scream) und sogar Paul Weller um ihre musikalische Hilfe.
Vielleicht braucht „Exaltation Of Larks“ am Ende einfach mehr Durchläufe als man ihm zugestehen will. Die treuen Kunden des “Frau mit Akustikgitarre”-Regals zeichnen sich hoffentlich durch starkes Durchhaltevermögen aus.
1. Allelujah
2. Thief Of Me
3. Sunset
4. In Deep Water
5. You Dropped Your Soul
6. M'Aidez Call
7. Tall Flowers
8. Quicksand
9. Shivering
10. The Latitude And Longitude Of Mystery
soundmag.de-Bewertung

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