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Ryan Adams

Ryan Adams

Easy Tiger

 

Release-Datum: 28.06.07

Label:  Mercury Records

Format: Album

Review:  Andreas

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Vor ein paar Monaten saß Ryan Adams vor seinem mahagonifarbenen Schreibtisch auf dem knarzenden Stuhl und sinnierte so vor sich hin. Die Hitze drückte und plötzlich sprang die Schublade unten links ächzend auf, einige Skizzen des enormen Adamschen Songwriter-Outputs fielen hinaus und der Meister selbst stellte fest, dass es mal wieder Zeit für ein Album wäre. Das letzte lag immerhin schon über ein Jahr zurück – für die Arbeitsethik des Amerikaners schon fast eine Beleidigung. Gesagt, getan – das Label wollte ein Soloalbum, also holte Adams neunmalklug die Band ins Studio, ließ sie mehr mitbestimmen als sonst und schrieb am Ende ganz den Wünschen der Geldgeber gemäß nur seinen Namen auf das Cover.

Wenig überraschend gelingt ihm und den Cardinals so ein weiteres gutes Album, ohne dass der Zuhörer über alle Maßen beeindruckt ist. Immer noch weit davon entfernt, schlechte Songs abzuliefern, spielen sich die Herren erneut durch das Alt-Country-Universum. Sheryl Crow darf in „Two“ die Duettpartnerin geben und obwohl sich die Augenbrauen bei dieser Information erst mal in Falten legen, ergibt der Schachzug mit Blick auf Adams bisherige Songwriting-Taten für andere natürlich ebenso Sinn, wie Crows Stimme auf dem betreffenden Stück fast gar nicht auffällt. Nachdem sich die Band so während der ersten drei Songs gemächlich eingroovt, drücken die Gitarren in „Helloweenhead“ langsam stärker und eröffnen den rockigeren Teil, inkl. „Guitar-Solo“-Ruf des Kapitäns und darauf folgendes Keyboardgeschwurbel. Schon bei „Tears Of Gold“ und „The Sun Also Sets“ ist dann aber auch wieder Schluss mit der Elektrischen und Ryan Adams singt relaxter zu Pedal Steel, 10 Uhr Mittags-Rhythmen und Banjo.

Wenn nach fast 40 Minuten die letzten Takte von „I Taught Myself How To Grow Old“ ausklingen, geht ein weiteres, schönes und gutes Adams-Album zu Ende, das im Regal neben den anderen neun CDs Platz findet. Sicher kein Höhepunkt seines Schaffens, aber doch um Längen besser als so vieles dort draußen. Wie ein Freund, der mal wieder vorbeigeschaut hat und von dem jetzt schon klar ist, dass er sich bis zu seinem nächsten Besuch nicht allzu viel Zeit lassen wird.

 

Tracklisting

1. Goodnight Rose
2. Two
3. Everybody Knows
4. Halloweenhead
5. Oh My God, Whatever, Etc.
6. Tears Of Gold
7. The Sun Also Sets
8. Off Broadway
9. Pearls On A String
10. Rip Off
11. Two Hearts
12. These Girls
13. I Taught Myself How To Grow Old

soundmag.de-Bewertung

7 / 10

User-Bewertung

8 / 10

4 Stimmen

 

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Offizielle Website

www.ryan-adams.com

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