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The Alpine

The Alpine

On Feel Trips

 

Release-Datum: 15.04.06

Label:  Gun Records

Format: Album

Review:  Jan

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„When our stock goes high, `indie cred` might die“

Was die vier Dänen ganz folgerichtig im Opener „Box office band“ konstatieren, zeigt in keiner Weise die konstruktive Auseinandersetzung einer Band mit ihrem möglichen Erfolg. Vielmehr ist es ein pseudoironischer Blick auf den eigenen Werdegang, der flüssig in die Hose geht. Dass die Indie-Gemeinde gnadenlos sein kann, haben nicht nur Bands wie Virginia Jetzt! erlebt. Entschuldige bitte, dass ich deine Gitarre zerstört habe. Aber jetzt ist alles wieder gut, oder?! Ja, wir haben in Anastacias Casting-Show auf MTV mitgemacht. Dürfen wir trotzdem Teil der Indie-Bewegung sein?! Ein „Ja“ wird impliziert. Nur leider haben The Alpine damit schon jede Glaubwürdigkeit verloren. Da reicht es nicht, dass eine Band sich förmlich den Arsch abspielt. So etwas macht man einfach nicht. Wer Anastacia als den Antichrist bezeichnet, hat meine volle Sympathie. Alles, was mit dieser hassenswerten Unfrau zu tun hat, ist schlicht eklig.

Natürlich muss man die Musik auch losgelöst von den Umständen betrachten können. Für „On feel trips“ hat sich die Band ordentlich ins Zeug gelegt und schmeißt mit musikalischen Einfällen und Melodien geradezu um sich. Verwurzelt im hymnischen Pop von Bands wie The Ark oder Scissor Sisters, schielen The Alpine gerne Richtung siebziger und achtziger Jahre, allerdings ohne jemals richtig zuzubeißen. Lediglich die unglaublich kraftvolle und fast perfekte Single „Mondays look the same“ lässt erahnen, wozu die Band eigentlich imstande wäre. Der Rest des Debütalbums kommt demzufolge auch recht gelassen daher und darf gerne als „nett“ bezeichnet werden. Selbstverständlich sind Songs wie „Trigger“, „High underground“, „Adrian“ oder das als Bonustrack enthaltene „Hands off handsome“ wirklich gut. Selbstverständlich harmoniert der zweigeschlechtliche Gesang der SängerInnen Peter Boese und Ida Strand ganz hervorragend. Nur leider wirkt alles zu glattpoliert, zu gestylt.

Hätten sie doch einfach nur ihr Ding gemacht, ohne dem allgemeinen Casting-Boom anheim zu fallen. Oder zumindest selbigen subversiv ausgehebelt. So sind The Alpine leider nichts anderes als eine weitere talentierte Band, die so schnell wie möglich den Erfolg will, dies mit allen Mitteln versucht und spätestens mit Album Nummer 3 tot oder im Mainstream angekommen ist. Schade, Musiker so früh fallen zu sehen.

 

Tracklisting

1. Box office band
2. Trigger
3. Two steps
4. High underground
5. Mondays look the same
6. Winnebago
7. Sham on
8. Iceland
9. Don`t touch the china
10. Crazy glue
11. No I in team
12. Adrian

Bonus tracks:

13.Hands off handsome
14.Bitch all night

soundmag.de-Bewertung

7 / 10

User-Bewertung

8 / 10

7 Stimmen

 

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Offizielle Website

www.thealpine.dk

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