
Release-Datum: 23.09.05
Label: Mercury Records
Format: Album
Review: Andreas
Seiner Heimatstadt hat Ryan Adams sein neues Album – das zweite von dreien in 2005 – gewidmet. So wie die 15, fast durchgängig akustischen Songs klingen, weht dort ein warmer Wind durch verlassene Straßen. Der ein oder andere Strohballen hüpft zur Mittagszeit über einsame Gehwege und in irgendeinem Saloon spielt Ryan Adams mit den Cardinals entspannt abgehangene Countrymusik. Wer will, darf auch gern ein Alt. davor tun. Eilig hat es hier niemand, für Musik interessiert sich hingegen fast jeder. Musik, die sich auf verdammt gutes Songwriting stützen kann und trotz eventuell kleiner Schwächen durch dichte Stimmung beeindruckt. Das ist bei Ryan Adams fast schon „gewohnt gut“ zu nennen und bekräftigt zum x-ten mal sein künstlerisches Potential. Für europäische Hörer dürfte Countrymusik wahrscheinlich immer noch etwas gewöhnungsbedürftig sein. Dieses Album lohnt den Aufwand, sich auf die Musik einzulassen, aber ohne Zweifel. Im Vergleich zum Vorgänger „Cold Roses“ ist „Jacksonville City Nights“ weniger intim, vielleicht gar optimistischer. Das darf aber wohl eher den Eigenheiten des Musikstils zugeschrieben werden.
In Kürze erscheint in den USA „29“, womit Ryan Adams seinen enormen Output für dieses Jahr nochmals bekräftigt. In Deutschland muss noch bis Mitte Januar gewartet werden.
01. A Kiss Before I Go
02. The End
03. Hard Way To Fall
04. Dear John (Feat. Norah Jones)
05. The Hardest Part
06. Games
07. Silver Bullets
08. Peaceful Valley
09. September
10. My Heart Is Broken
11. Trains
12. Pa
13. Withering Heights
14. Don't Fail Me Now
15. Always On My Mind
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