
Man versammelte sich wieder mal unter dem Riesenkronleuchter des Bastards zu einem "In-Der-Woche-Konzert". Für den regelmässigen Konzertgänger sind solche Termine Pflicht, wenn nicht sogar die Quelle echter Leckerbissen. Für den Gelegeneheitskonzertgänger mag es sich etwas anders verhalten, wenn er denn ein echtes Rockkonzert erwartet... Denn das war es mit Sicherheit nicht, ein Rockkonzert. Es präsentierte sich eine Band ohne Allüren und Gehabe, die sichtlich ihre Musik genoss. Schlagzeuger und Keyboarder verbargen sich im hinteren Teil der Bühne, der Bassist spielte das gesamte Konzert mit dem Rücken zum Publikum. Der Percussionist hatte Spass an seinen vielfältigen Instrumenten und war so in seinem Element auf der Bühne, dass ihn einige für den Frontmann hielten. Aber da war ja noch der Sänger; ohne seine wunderbare Stimme hätte ein grosses Stück gefehlt. Und American Analog Set haben es geschafft, das Publikum in ihre Klangwelt zu ziehen. Sie sind keine Band für eingängige Gesangsmelodien und Sing-along, sondern holen den Hörer in die Tiefe ihrer Musik. Ist man dort angelangt und lässt sich vollkommen auf das Klangerlebnis American Analog Set ein, erlebt man einen Konzert-Abend der Spitzenklasse. Man mag sie langweilig und eintönig finden, aber dann hat man dieses Konzert wohl doch mit den falschen Erwartungen besucht.
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