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The Automatic

The Automatic

Last Call For Disco

 

24.01.07 - Lido / Berlin

Konzert-Bericht:  Eric

Foto: Bandfoto

 

 

 

What's that coming over the hill? Is it a monster? Is it a monster? Nein, als Opening Act betritt kein Monster, sondern die Berlin-Brighton-Connection Last Call For Disco die Bühne. Diese haben sich in Berlin und Umgebung schon die Finger wund gespielt mit ihrem 80er-infiziertem Breitwand-Britrock und liefern auch im gut gefüllten, aber wohl nicht ausverkauften Lido eine gute Show. Dass Sänger Jake Bishop aus England, dem Pop-Mutterland, kommt, merkt man gleich. Denn wer sonst als ein Insel-Bewohner kann eine so schöne Dramatik abliefern, sei es gesanglich – was teilweise an den frühen David Bowie erinnert – oder in der großen Geste, die wohl auch in den bekannten Arenen funktionieren würde. Nach einer guten halben Stunde fällt der Vorhang und die Instrumente werden noch von der Band selbst abgebaut.

Nach der Umbaupause betreten die Protagonisten die Bühne: The Automatic. Und die machen gleich von Beginn an mit ihrem – selbst so genannten – „Disco-Elektro-Metal-Rock“ mächtig Alarm. So hüpft Alex Pennie, seines Zeichens Keyboarder/Percussionist und vor allem für die Screamo-Einlagen zuständiger Sänger, über die Bühne wie ein Gummiball, wenn er einmal keine Tasten zu drücken hat. Das wird sogar ziemlich halsbrecherisch, als er den Bühnenaufbau erklettert. Hauptsänger Rob Hawkins präsentiert sich gut bei Stimme. Doch irgendwie will der Funken nicht so recht aufs Publikum überspringen. Zeigen die vorderen Reihen noch zarte Moshpit-Ansätze, wird dahinter mehr vorsichtig gewippt denn getanzt. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Songs live viel von ihrer Pop-Affinität einbüßen und zu sehr in die Billy-Talent-Richtung kippen. Dabei ist es gerade der Pop-Appeal, der den Songs zwischen Teenage Angst, Atemlosigkeit, Rotzigkeit und Tanzbarkeit auf Platte so gut zu Gesicht steht. Auch ihr größter Hit, eben das „Monster“, wird an wenig exponierter Stelle mitten im Set verbraten. Die Zugabe bestreitet die Band mit einer überraschenden Version von Kanye Wests „Gold Digger“, bei der sogar eine Querflöte ausgepackt wird, und dem zweiten Überhit des Albums, „Recover“. Plötzlich waren all die oben beschriebenen Attribute wieder da und man musste tanzen, ob man wollte oder nicht. Doch leider war nach diesem Song und einer guten Stunde Schluss. Insgesamt wollte die Verbindung zwischen Publikum und Band nur bedingt klappen. Ein Monster war das also (noch) nicht, was da über den Hügel kam.

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www.theautomatic.co.uk

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